
Die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen der Carl-Engler-Realschule verwandelten die Bühne der Sonnberg-Schule in eine bunte Märchenwelt. Mit einem abwechslungsreichen Programm zeigten sie den Grundschulkindern, wie vielseitig und modern Märchen erzählt werden können.
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, wie bekannte Geschichten heute neu interpretiert werden können. Über viele Monate entwickelten die Jugendlichen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Hamdan unterschiedlichste Ideen und setzten diese mit großem Engagement um. Nach einer ersten Aufführung vor den Familien durften nun auch die Kinder der Sonnberg-Schule die Ergebnisse erleben.
Durch das Programm führten die Schülerinnen und Schüler eigenständig. Den Einstieg bildete ein Märchenpfad, der das Publikum auf die folgenden Beiträge einstimmte. Mit humorvollen Märchenwitzen wurde schnell eine fröhliche Atmosphäre geschaffen.
Besonders einfallsreich war eine moderne Fassung von Aschenputtel. Darin fand sich die Märchenfigur plötzlich im heutigen Laudenbach wieder und besorgte ihr Ballkleid ganz bequem über das Internet.
Auch andere Kulturen kamen nicht zu kurz: Zwei ukrainische Schüler präsentierten ein traditionelles Märchen aus ihrer Heimat in deutscher und ukrainischer Sprache. Mit viel Spielfreude setzten sie die Geschichte als Stabpuppentheater um.
Dass Märchen auch digital funktionieren können, bewies eine weitere Gruppe. Sie gestaltete eine virtuelle Märchenwelt, in der Rotkäppchen spannende Abenteuer erlebte und die Großmutter schließlich gerettet wurde.
Neben den Theaterstücken gab es zahlreiche weitere kreative Ergebnisse zu entdecken. Ein selbst gestaltetes Gemälde, ein Hexenhaus sowie ein mit einem 3D-Drucker hergestellter Froschkönig luden zum Staunen ein. Die Gäste konnten sogar erraten, wie lange dessen Herstellung gedauert hatte.
Zum Abschluss sorgten lustige Märchenszenen für viele Lacher. Zwei Hexen wollten die bekannten Märchenenden verändern – doch das Publikum machte deutlich, dass die vertrauten Geschichten unbedingt ihr gutes Ende behalten sollten.
Das Märchenprojekt war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Die auftretenden Schülerinnen und Schüler konnten beim Präsentieren vor Publikum Selbstvertrauen gewinnen, ihre Persönlichkeit weiterentwickeln und wichtige Erfahrungen im freien Sprechen und gemeinsamen Auftreten sammeln. Gleichzeitig erlebten auch die Kinder der Sonnberg-Schule eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Vorstellung, die sie zum Staunen, Lachen und Mitmachen einlud. Die Freude über die gelungenen Aufführungen war auf beiden Seiten deutlich spürbar.
Als süßen Abschluss erhielten alle Kinder selbstgebackene Märchenplätzchen. Ob Drachen, Sterne oder Prinzessinnenkronen – die liebevoll gestalteten Kekse rundeten den märchenhaften Vormittag ab und sorgten für viele strahlende Gesichter.








